Und was machst Du nach dem Studium?

Profil der Zukunft für junge Archäolog*innen

08. - 10. Mai 2015

HU Berlin

Aussteller

“Und was machst du nach deinem Studium?” Schon jede*r Studierende einer archäologischen Disziplin musste sich dieser Frage stellen. Die Antwort darauf kann sehr unterschiedlich ausfallen, doch ist dabei den wenigsten das vielfältige Spektrum der Möglichkeiten bewusst. Und gerade hier setzt ARCHAEOworks, eine Berufsmesse, die sich speziell an Studierende der Archäologie richtet, ein. Die Frage, was diese Studierenden nach ihrem Studium mit ihrer Hochschulausbildung auf dem Arbeitsmarkt anfangen können, wird dabei durch reichhaltige Informationsangebote präsentiert.

**ARCHAEOworks** ist die einzige Berufsmesse für Archäologiestudierende im deutschsprachigen Raum. Im Mai 2015 wird sie im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin stattfinden. Ca. 30 Aussteller werden sich mit Messeständen präsentieren und den Studierenden Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme und zum Austausch bieten. Die Einladungen zu dieser Messe gehen an höchst unterschiedliche Arbeitgeber*innen, damit den Archäologiestudierenden ein möglichst breiter Überblick über die bestehenden Berufsmöglichkeiten gegeben werden kann. Als Zusatzangebot bietet die Messe Vortragsreihen zu den Themen „Methoden des Faches“, „Berufsperspektiven“, „Kulturgüterschutz“ und „Spezialdisziplinen der Altertumswissenschaften“, die das Programm inhaltlich abrunden.

Vorträge

  • Themenblock Berufsperspektiven

    Archäologe/in und Tausendsassa gesucht! Arbeiten für nichtstaatliche Ausstellungshäuser

    Dr. Gabriele Zipf

     

    Archaeosoup - A recipe for public archaeology

    Marc Barkman-Astles von Archaeosoup

     

    Arbeiten im Museum

    Prof. Dr. Alexander Koch (DHM)

     

    Berufsfeld Museumspädagogik

    Tanja Petersen - Jüdisches Museum für den LVMPO - &  Carola Rupprecht - Deutsches Hygienemuseum in Dresden

     

    Chancen und Risiken akademischer Karrieren

    Prof. Dr. phil. Michael Kämper-van den Boogaart, HU - Vizepräsident für Studium und Internationales

     

    Das Berliner Antike-Kolleg - Potential und Perspektiven einer inter-institutionellen Forschungs- und Ausbildungsstruktur

    Dr. Henrike Simon & Dr. Carmen Marcks-Jacobs

     

    Nachwuchsförderung und Arbeitsmöglichkeiten am Deutschen Archäologischen Institut

    Dr. Philipp von Rummel - Generalsekretär Deutsches Archäologisches Institut

     

    Discovering the archaeologists

    Prof. PD Mag. Dr. Raimund Karl

     

    Landesarchäologie Brandenburg

    Dr. Thomas Kersting

     

    Film als Berufsperspektive und/oder Vermittlung von Archäologie - immer nur ernsthaft?

    Dr. Kurt Denzer und Gregor Greve, M.A. von CINARCHEA

     

    Go Digging – Archäologie und Perspektiven auf dem englischen Arbeitsmarkt

    Iris Rodenbüsch

     

    Kulturvermittlung als Berufsperspektive - ein Erfahrungsbericht von RomaCulta

    Alessandro Canestrini - RomaCulta

     

    Lateinamerikanische Archäologie in Deutschland. Forschungsprojekte, archäologische Sammlungen und Berufsperspektiven

    Dr. Elke Ruhnau

     

    Tales from the Trenches: My experience of archaeology in England and Germany

    Aaron Birchenough

     

    Tourismus als Berufsperspektive

    Dr. Elisabeth Katzy, DAI-Zentrale, früher bei Studiosus Reisen

     

    Vom Manuskript zur Datenbank – Berufsperspektiven für Archäologen im Verlag

    Mirko Vorderstein - Verlag DeGruyter

     

    Wissenschaftsmanagement

    Sandra Feix M.A.

  • Themenblock Spezialdisziplinen

    Anthropologie in der Archäologie

    Barbara Teßmann, M.A.

     

    Archäometrische Untersuchungen im analytisch-chemischem Labor – Materialanalytik an archäologischem Sammlungsgut

    Dr. rer. nat. Stefan Röhrs

     

    Der Studiengang Konservierung und Restaurierung / Grabungstechnik an der HTW Berlin – Vorstellung von Studieninhalten sowie Einblicke in aktuelle Projekte

    Prof. Dr. phil. Alexandra Jeberien u. a.

     

    Digitale Archäologie - Visualisierung und Präsentation wissenschaftlicher Theorien und Ergebnisse

    Sebastian Hageneuer, M.A. - ARTEFACTS Berlin

     

    Digitale Daten in den Altertumswissenschaften

    Dipl.-Ing. Maurice Heinrich, M.A.

     

    Grabungstechnik – eine Studienspezialisierung im Bachelorstudiengang Konservierung, Restaurierung, Grabungstechnik

    Dr. Dipl.-Ing. Thomas Schenk

     

    FemArc - Netzwerk archäologisch arbeitender Frauen

    Dr. Susanne Moraw

     

    Masterstudiengang Landschaftsarchäologie – Einblicke in ein interdisziplinäres Fach zwischen Archäologie und Geographie

    Prof. Dr. Brigitta Schütt, Dr. Dipl.-Ing. Thomas Schenk, Prof. Dr. Wiebke Bebermeier, Prof. Dr. Elke Kaiser

     

    Schlachtfeldarchäologie

    Prof. Dr. Michael Meyer

     

    Unterwasserarchäologie

    Dr. Dietgard Kühnholz & Lukas Goldmann, B.A. - Verein für Unterwasserarchäologie Berlin Brandenburg e.V.

     

    Vorstellung des Masterstudiums Denkmalpflege. Studiengang "Schutz Europäischer Kulturgüter"

    Dipl. Rest. Sarah Hanini, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

     

    Zeitgeschichte/Archäologie der Neuzeit

    Prof. Dr. Reinhard Bernbeck

     

    Zwischen Befund und Computer - Grabungstechnik in Sachsen

    Matthias Rummer, Landesamt für Archäologie Sachsen

  • Themenblock Methoden

    Archäologie und Kampfmittelräumung - Widerspruch oder Gelegenheit?

    Markus Plum M.A.

     

    Archäologische Universitätssammlungen im Spannungsfeld von Lehre, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit

    Prof. Dr. Lorenz Winkler-Horaček

     

    IT und Archäologie unter dem Gesichtspunkt der universitären Studiensituation und der späteren Berufssituation

    Prof. Dr. Reinhard Förtsch

     

    Megalithen und Rassenkunde – zur Forschungsgeschichte der prähistorischen Archäologie

    Dr. des. Reena Perschke

     

    Selection of Samples for Radiocarbon Dating

    Juniorprof. Dr. Joanne Rowland

     

    Vom Objekt zur Publikation

    Elisabeth Kruck M.A.

  • Themenblock Kulturgüterschutz

    Der Arabische Frühling und seine Auswirkungen auf das ägyptische Kulturerbe

    Apl.-Prof. Dr. Regine Schulz - Direktorin Roemer Pelizaeus Museum Hildesheim

     

    Diskussion mit dem Forum kritische Archäologie, der AG Theorien in der Archäologie (AG TidA) und dem Forum Archäologie in Gesellschaft (FAiG) - Thema: Archäologie und Ethik

    Moderation durch Prof. Dr. Reinhard Bernbeck

     

    Funde haben (k)eine Herkunft!? - Kulturgüterschutz aus polizeilicher Sicht

    Eckhard Laufer, Kriminalhauptkommissar - Hessisches Landeskriminalamt

     

    ILLICID: Forschungsprojekt zum Ermitteln von Maßnahmen, um Zerstörung und Raub von Kulturgütern zu vermeiden

    Prof. Dr. Markus Hilgert

     

    Kulturgutschutz auf Ausgrabungen

    Dr. Dr. h.c. Margarete van Ess (DAI, Orient Abteilung)

     

    Archäologie für Kinder in Ägypten

    Dr. des. Johanna Sigl & Hannah Sonbol, M.A.

     

    Kulturgüterschutz & Archäologie im Film

    FILMVORFÜHRUNG: Dance of the Maize God

Gleichzeitig finden in der Humboldt-Universität in mehreren Räumen Workshops zu unterschiedlichen Themen im Rahmen der Veranstaltung **ARCHAEOskills** statt. Die Studierenden können sich hier nach eigenen Interessen weiterbilden. Da Universitäten nicht in der Lage sind, zu jeder Hardskill regelmäßig Kurse anzubieten, soll hier der Bedarf an individueller Weiterbildung etwas aufgefangen werden. ARCHAEOskills bietet diese Möglichkeit damit zum fünften Mal seit der ersten Veranstaltung 2009.

Workshops

  • 3D-Visualisierung

    Einführung in die 3D-Visualisierung

     

    Dozent:

    Dipl. Ing. Armin Müller (Architekturreferat des DAI Berlin)

     

    Zeit und Ort:

    Samstag, 10.05., 10:00 - 16:00 Uhr

    Grimmzentrum, UB 1.702

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 16 Personen

     

  • GIS in der Archäologie

    Eine (kleine) praktische und theoretische Einführung in Geographische Informationssysteme in der Archäologie

     

    Dozentin:

    Undine Lieberwirth M.A.

     

    Zeit und Ort:

    Samstag, 09.05., 14:00 - 18:00 Uhr

    Grimmzentrum, UB 1.701

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 16 Personen

     

    Die eintägige Einführungsveranstaltung beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen von Geographischen Informationssystemen (GIS) in der Archäologie in der praktischen Feldarbeit und quantitativen Analyse.

    Die Teilnehmer benötigen keine GIS-Vorkenntnisse, sollten sich aber bereits in einem fortgeschrittenen Stadium ihres Archäologiestudiums oder eines artverwandten Studienfaches befinden.

  • Photographie

    Dozent:

    Johannes Kramer (Staatliche Museen zu Berlin)

     

    Zeit und Ort:

    Samstag, 09.05., 14:00 - 18:00 Uhr

    HU, Sammlung

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 15 Personen

     

    Aus der Dokumentation ist die Fotografie schon lange nicht mehr wegzudenken. Doch worauf muss geachtet werden damit der Informationsgehalt der Bilder möglichst hoch ist und Objekte oder Befunde so gut getroffen sind, dass sie in Publikationen verwendet werden können?

     Im Workshop sollen diese und andere Fragen mit Hilfe der Vermittlung der Grundlagen der Kameratechnik beantwortet werden. Dabei spielt unter anderem die Bedeutung von Licht und Beleuchtung bei der Feld- und Objektfotografie eine zentrale Rolle. Außerdem werden Überlegungen zur Datenverarbeitung und Archivierung diskutiert. Dieser Inhalt wird in drei praxisorientierten Teilen vermittelt:  Grundlagen und spezielle Techniken der Feldfotografie, Herausforderungen der Objektfotografie, Möglichkeiten und Standards der digitalen Nachbearbeitung und Archivierung.

  • Archäobiologie

    Dozentinnen:

    Susanne Jahns & Lisa Büttner

     

    Zeit und Ort:

    Sonntag, 10.05., 10:00 - 14:00 Uhr

    HU, Seminarraum 2095A

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 25 Personen

  • Photogrammetrie

    Photogrammetrie - Structur from Motion mit Open Source Software

     

    Dozenten:

    Jan Krumnow & Matthias Kolbe (Orient-Abteilung DAI)

     

    Zeit und Ort:

    Samstag, 09.05., 10:00 - 14:00 Uhr

    Grimmzentrum, UB 1.702

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 16 Personen

     

    Structure-from-Motion hat in den letzten Jahren zu einer Revolution in der archäologischen Dokumentation geführt. Komplexe Grabungsbefunde konnten vorher nur unter großem Zeitaufwand dokumentiert werden. Diese Daten waren dann unter Umständen nicht verifizierbar, da die zeichnerische Dokumentation rein interpretativ war und auch nur so gut wie die Zeichenfähigkeit des Dokumentierenden. Durch Structure from Motion, der Generierung von dreidimensionalen Strukturen durch sich überlappende Fotoserien kommt der objektive Blick auf die Grabung. Wenn regelmäßig dokumentiert wird, kann auch im Nachhinein der Grabungsfortschritt nachvollzogen werden, chronologisch und befundbezogen. Von den Modellen können entzerrungsfreie An- und Aufsichten generiert werden, die maßstäblich ausgedruckt als Vorlage für interpretierte Handzeichnungen dienen. Die Modelle sind frei kombinierbar und man kann in ihnen messen.

     

    Der Workshop befasst sich mit der Generierung von 3D-Modellen durch das Structure-from-Motion-Verfahren. Dafür werden wir Euch eine kurze theoretische Einführung in das SFM-Verfahren geben und auch unseren Workflow vorstellen. Der Rest ist praxisbezogene Arbeit. Wir gehen raus, suchen uns ein Objekt und werden dieses in den virtuellen Raum überführen. Wer hat sollte dazu eine eigene Kamera mitbringen.

     

    Für die Modellerstellung arbeiten wir ausschließlich mit Open-Source-Software (VisualSFM, CMPMVS, CloudCompare und Blender).

  • Structure-from-Motion

    Computer Vision: 3D-Dokumentation mit Structure-from-Motion und Multi-ViewStereo

     

    Dozent:

    Ronny Weßling

     

    Zeit und Ort:

    Samstag & Sonntag, 10:00 - 16:00 Uhr

    Grimm-Zentrum, UB 1.701

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 16 Personen

     

    „Maschinelles Sehen“ (Computer Vision) hält immer stärkeren Einzug in den archäologischen Alltag. Es ermöglicht aus einander überlappenden zweidimensionalen Fotografien Informationen zu extrahieren, um daraus den dreidimensionalen Raum der abgebildeten Szene zu rekonstruieren. Damit eignet sich dieses Verfahren hervorragend zur kosteneffektiven Erfassung archäologischer Funde, Grabungen und Landschaften.

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten die Fähigkeit, archäologische Objekte eigenständig zu virtuellen 3D-Modellen zu transformieren. Darüber hinaus werden Anregungen und Hinweise zur weiteren Verarbeitung und Verwendung der gewonnenen Daten vermittelt.

    Die metrische und optische Qualität der derart erstellten 3D-Modelle wird maßgeblich von der Bildqualität und den eingenommenen Kamerapositionen bestimmt. Der Workshop behandelt daher zunächst die nötigen theoretischen Kenntnisse der Fotografie und der zugrunde liegenden geometrischen Prinzipien.

    Im praktischen Teil werden von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter Anleitung Fotoserien eines Objekts freier Wahl erstellt. Nach einer Einführung in die Benutzeroberfläche einer ausgewählten SfM-Software werden aus diesen selbst angefertigten Bildern fotorealistische 3DModelle prozessiert. Abschließend werden grundlegende Exportfunktionen der Software und  deren Relevanz anhand von Fallstudien diskutiert.

    Die Nutzung einer eigenen digitalen Kamera wird empfohlen (je nach individueller Verfügbarkeit, es reicht auch ein Smartphone). Bitte auch das passende Equipment für die Bildübertragung mitbringen.

    Workshopleiter: Ronny Weßling, selbstständiger Unternehmer auf dem Gebiet der archäologischen 3D-Dokumentation sowie Masterstudent der Urgeschichte und Historischen Archäologie an der Universität Wien. Schwerpunkte im Bereich der Fotogrammetrie, Luftbildarchäologie und Computeranwendungen.

  • Museumspädagogik

    Dozent:

    Lorenz Winkler-Horacek

     

    Zeit und Ort:

    Samstag, 09.05., 10:00 - 14:00 Uhr

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 15 Personen

     

    ‚Vermittlungskompetenz‘  ist eine zentrale Fähigkeit. Wissenschaftliche Ergebnisse müssen an ein breites Publikum gerichtet werden um  Interesse zu wecken und auch um die Akzeptanz für das jeweilige Fachgebiet zu erhöhen. Die verschiedenen Archäologien haben durch ihren direkten Zugang zur Materialität die Möglichkeit, objektbezogene Ausstellungen zu entwickeln und damit Inhalte zu verbreiten. Die Arbeit im Museum ist daher ein wichtiger Bestandteil des beruflichen Profils zahlreicher archäologischer Fächer. Der Workshop stellt am Beispiel der Abguss-Sammlung Antiker Plastik charakteristische Arbeitsbereiche einer universitären Lehrsammlung vor, die zugleich als Museum geführt wird. Die Teilnehmer sollen Methoden und Wege kennenlernen, wie Ausstellungen konzipiert, entwickelt und umgesetzt werden. Besucherorientierte Fragestellungen stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die alltägliche verwaltungstechnische Arbeit.

  • Journalismus

    Dozent:

    Florian Hessler

     

    Zeit und Ort:

    Sonntag, 10.05., 10:00 - 14:00 Uhr

    HU, Hörsaal 2014A

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 30 Personen

  • Fundbearbeitung / Inventarisierung

    Dozent:

    Francelin Tourtet, M.A. (DAI, Orient-Abteilung)

     

    Zeit und Ort:

    Samstag, 09.05., 10:00 - 14:00 Uhr &

    Sonntag, 10.05., 14:00 - 18:00 Uhr

    HU, Sammlung

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 15 Personen

     

    Das möglichst genau zu dokumentieren, was gefunden wurde, ist der Kern der Archäologie. Dieser Vorsatz trifft sowohl auf Befunde als auch auf Funde zu. Das Inventarisieren von Funden ist jedoch nicht lediglich mit der Erstellung endloser Listen gleichzusetzen. Vielmehr bedeutet es eine genaue Auseinandersetzung mit einem Fund und seinem Befund, egal ob die Arbeit im Feld oder im Magazin eines Museums stattfindet. Dieser Workshop vermittelt die wichtigsten Anforderungen des Inventarisierens archäologischer Funde am Beispiel von Keramik, häufig eine der größten Fundgattungen, wobei viele der besprochenen Inhalte auf weitere Fundgattungen übertragen werden können.

    Der Workshop wird in zwei Hauptteile gegliedert. Im theoretischen Teil werden die Zwecke der Keramikdokumentation sowie die Vielfältigkeit der Untersuchungsmethoden vorgestellt. In einem praktischen Teil wird zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Dokumentationssystem entworfen. Originalmaterial wird zur Verfügung gestellt, um anhand des entworfenen und anderer Dokumentationssysteme inventarisiert zu werden.

    Für die Teilnahme am Workshop sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

  • Anthropologie

    Einführung in die anthropologische Skelettdiagnose

     

    Dozentinnen:

    Carola Berszin, Konstanz und Dr. Bettina Jungklaus, Berlin

     

    Zeit und Ort:

    Samstag, 09.05., 14:00 - 18:00 Uhr

    HU, Hörsaal 2014A

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 30 Personen

     

    Osteoanthropologie ist mittlerweile ein unverzichtbarer Teil archäologischer Gräberfeldanalysen. Die Skelette gelten als bio- und kulturhistorische Quellen, die Aufschlüsse über Leben und Sterben in den vergangenen Epochen liefern können. Naturwissenschaftliche Verfahren können darüber hinaus Fragen zur Herkunft, Verwandtschaft und Ernährungsgewohnheiten beantworten. Das Tätigkeitsfeld heutiger Osteoanthropologen umfasst die anthropologische Untersuchung von Skeletten und Leichenbränden in Zusammenarbeit mit den Archäologen. Neben Publikationen gehören mittlerweile ebenfalls die mediale und museale Präsentation von anthropologischen Untersuchungsergebnissen.

    Der Workshop vermittelt Grundkenntnisse in die anthropologische Skelett- und Leichenbrandanalysen. Grundlagen zur Anatomie, Alters- und Geschlechtsdiagnose, Rekonstruktion der Körperhöhe sowie die Beschreibung pathologischer und sonstiger Veränderungen werden vorgestellt. Eingegangen wird auch auf die Frage, was passiert eigentlich mit einem Skelett im Boden, um Dekompositionserscheinungen am Skelett von pathologischen oder sonstigen Veränderungen abgrenzen zu können. Der Workshop ist unterteilt in einem theoretischen und praktischen Teil. Die Veranstalterinnen verfügen über langjährige Erfahrungen im Bereich der anthropologischen Labor- und Feldarbeit. Ein weiterer Aspekt sind Empfehlungen für die praktische Arbeit während der Ausgrabung.

  • Experimentelle Archäologie

    Dozent:

    Dr. Hans Joachim Behnke

     

    Zeit und Ort:

    Samstag, 09.05., 10:00 - 14:00 Uhr

    HU, Hörsaal 2014A

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 30 Personen

     

    Das Archäotechnische Zentrum (kurz ATZ) in Welzow beschäftigt sich als außerschulische Bildungseinrichtung mit Themen rund um die Archäologie. Getragen wird es von einem gemeinnützigen Förderverein.

    Der Leiter des ATZ, Dr. Hans Joachim Behnke, bietet im Rahmen eines Workshops die Möglichkeit, sich mit den Grundlagen der Pfeilherstellung zu beschäftigen. Innerhalb von vier Stunden werden die Schaftbearbeitung, Feuersteinspitzenherstellung mit Einsetzen in den Schaft und die Befiederung vermittelt.

    Auf der ARCHAEOworks ist das ATZ mit einem Infostand vor Ort, um zu Fragen rund um die Archäologie, Archäotechnik, Archäotainment und der Jagd Stellung zu nehmen.

     

    Tel.: 035751 28225

  • Zeichnen archäologischer Funde

    Dozentin:

    Kerstin Winkel M.A.

     

    Zeit und Ort:

    insg. 4 mal jeweils Samstag & Sonntag, 09. & 10.05.

    jeweils: 10:00 - 14:00 Uhr & 14:00 - 18:00 Uhr

    HU, Seminarraum 2095B

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 25 Personen

     

    Welchen Stellenwert besitzt die grafische Funddokumentation und wie werden wir ihren Anforderungen gerecht? Auf der Grundlage der Archäologischen Zeichenrichtlinien vermittelt der Workshop grafische Umsetzungsmöglichkeiten verschiedener Artefakte aus

    Stein, Knochen, Metall,  Holz sowie Keramik. Der Workshop richtet sich an Studierende archäologischer Fächer und interessierte Laien, die sich  erproben möchten.

    Um das Mitbringen folgender Materialien wird gebeten:

    • Millimeterpapier A4, Transparentpapier A4, Zeichenkarton A4
    • Messschieber (einfache Kunststoffausführung), Lineal
    • Tusche und Federn/Federhalter bzw. Tuschezeichner/Tuschefüller in zwei bis drei             verschiedenen Stärken (zwischen 0,13 und 2,0), alternativ auch Fineliner
    • Bleistifte H, HB, B, B2
    • Profilkamm und Radienschablone (nur falls ohnehin vorhanden)
  • Redaktionelles Arbeiten

    Vom geschriebenen Wort zum Druck

     

    Dozentin:

    Dominique Krüger M.A.

    Abteilung Istanbul des DAI

     

    Zeit und Ort:

    Samstag, 09.05., 10:00 - 14:00 Uhr

    HU, Seminarraum 2095A

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 25 Personen

     

  • Epigraphik

    Methoden und Möglichkeiten epigraphischer Feldarbeit: Die Felsinschriften der Assuaner Region

     

    Dozentin:

    Linda Borrmann, M.A.

    Assistenz: Elisabeth Wegner

     

    Zeit und Ort:

    Sonntag, 10.05., 10:00 - 14:00 Uhr

    HU, Sammlung

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 8 Personen

     

  • Grabungskonzeption

    Viel Information, in kurzer Zeit, für wenig Geld - Planung archäologischer Feldarbeit

     

    Dozentin:

    Anja Buhlke

     

    Zeit und Ort:

    Samstag, 09.05., 14:00 - 18:00 Uhr &

    Sonntag, 10.05., 10:00 - 14:00 Uhr

    HU, Hörsaal 2014B

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 25 Personen

     

    Mehr denn je spielen Wirtschaftlichkeit und Effizienz eine wichtige Rolle in der Archäologie. Die für die archäologische Feldarbeit zur Verfügung stehenden Mittel werden nach immer strengeren Kriterien von Politik und Wirtschaft vergeben. Dies zeichnet sich in allen Arbeitsbereichen im In- und Ausland ab. Somit existiert ein starker Druck, archäologische Vorhaben nicht nur fachlich, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich durchzuführen. Dies gelingt nur, wenn von der Projektplanung bis zur Publikation möglichst gezielt, strukturiert und vorausschauend agiert wird. Grundlage dafür sind umfassende Kenntnisse der Projektleitung über Führungsaufgaben, Projektorganisation, Methoden und Techniken sowie die Vorhabenmittel.

    Gerade Berufseinsteigern in der Archäologie fehlt oft noch ein Überblick über die komplexe Maschinerie archäologischer Planung und Arbeit. Die vielen erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten harren einer Einordnung in ein Gesamtsystem. Umfassende Literatur zu diesem Thema gibt es im deutschsprachigen Raum so gut wie nicht.

     

    Der hier angebotene Workshop soll die Möglichkeit bieten, detaillierte Einblicke in die theoretischen und vor allem praktischen Gesamtabläufe archäologischer Projekte zu gewinnen. Deren Vielfältigkeit verhindert den Anspruch auf Vollständigkeit. Jedoch werden jahrelange persönliche Erfahrungen bei Lehr-, Forschungs- sowie behördlich veranlassten Rettungsgrabungen im In- und Ausland ausgewertet und weiter gegeben.

  • Wissenschaftliches Publizieren

    Wissenschaftliches Publizieren in der Archäologie

     

    Dozentin:

    PD Dr. Frank Siegmund

     

    Zeit und Ort:

    Samstag, 09.05., 14:00 - 16:00 & 16:00 - 18:00 Uhr

    HU, Seminarraum 2095A

     

    Teilnahmebeschränkung:

    max. 25 Personen

     

    Der Workshop behandelt folgende Themenfelder

    (1) Strukturen und Eigenheiten des archäologischen Publikationswesens in Deutschland,

    (2) Der Weg von der Examensarbeit zum wissenschaftlichen Aufsatz oder Buch,

    (3) Qualitätsmanagement durch Herausgeber, Gutachten und Peer Review,

    (4) Open Access & Open Data,

    (5) Nach der Veröffentlichung: das Bekanntmachen der eigenen Produkte,

    (6) Berufsfelder.

    Jedes Themenfeld wird mit einer Einführung durch den Dozenten eröffnet, an die sich ein vertiefendes Gespräch mit und unter den Teilnehmern anschließt, in dem Fragen beantwortet und Erfahrungen ausgetauscht werden können. Bei vorheriger Anmeldung können einzelne Teilnehmer zu einem Themenfeld eigene Anliegen kurz als Fallstudie präsentieren, die anschließend gemeinsam erörtert wird. Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmer auf die (oft ungeschriebenen) Spielregeln einzustimmen und ihnen zu helfen, vorausschauend die eigenen Texte und Wege zu optimieren, bevor Probleme entstehen und Unfälle eintreten.

    Im Workshop sind keine besonderen Materialien erforderlich; angemeldete und angenommene Kurzpräsentationen von Teilnehmern werden via USB-Stick in gängigen Standardformaten für Windows-PCs eingebracht; zum Workshop angemeldete TeilnehmerInnen erhalten Unterlagen im Vorfeld per Email zugesandt.

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