Tagungen

Transnational Meetings

in Archaeology

Reguläre Tagungen

  • Jenseits von Palmyra

    Die von der AG Kulturgüterschutz veranstaltete Tagung "Jenseits von Palmyra - Kulturgüterschutz in der Lehre" fand am 29.10.2016 in Berlin statt. Ziel war es, auf den in vielen Lehrplänen unterrepräsentierten Kulturgüterschutz aufmerksam zu machen.

     

    Vorträge:

    • Dr. Till Kemper M.A. - Kulturgüterschutz-recht in der Lehre
    • Prof. Dr. Andreas Müller-Karpe - Plünderung, Zerstörung, Antikenschmuggel. Zur Rolle der Archäologsichen Wissenschaften
    • Christoph Doppelhofer M.A. - Cultural Heritage Management und sein Beitrag zum Kultur-güterschutz
    • Rita Horn M.A. - Die Stiftung Otto Wohlberedt. Eine Fallstudie zum ambivalenten universitären Umgang mit antiken Objekten zur Zeit des Nationalsozialismus
    • Prof. Dr. Frank Nikulka - Denkmalmanagement und Kulturgüterschutz in der universitären Lehre und Forschung
    • Dr. Pascal Weitman - Kulturgüterschutz in der Lehre. Die Möglichkeiten der Kieler Klassischen Archäologie + Einige generelle Gedanken, insbesondere zur Rolle religiöser und staatlicher Akteure
    • Tim Otterbeck B.A., Philipp Tollkühn B.A. - Antikenhandel auf Berliner Flohmärkten
  • Vermittlung von Vergangenheit

    Im Rahmen dieser Tagung wollten die Veranstalter mit VertreterInnen aus Museen und Universitäten, sowie Medien und Reenactment / Living History über die verschiedenen Ansätze der Wissensvermittlung und das durch sie transportierte Geschichtsbild diskutieren. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Methoden und Konzepte bei der Präsentation historischer Verhältnisse aus pädagogischer, wissenschaftlicher und darstellerischer Sicht für den Konsumenten überzeugend und für den Anbieter realisierbar sind.

    Die Tagung wurde in vier thematische Module geteilt:

     

    Modul Darstellung

    Living History als Vermittlungsform hat sich nicht nur zu einem festen Bestandteil der mitteleuropäischen Museumslandschaft entwickelt, sondern darüber hinaus auch zu einem allgemeinen Unterhaltungsmodell von Fernsehen, Freilichtdarstellungen und experimenteller Archäologie. Unstrittig dabei sind die grundsätzlichen Möglichkeiten, die diese Aktionsform bietet.

    Unterschiede bestehen primär in dem Ausbildungsstand und Weiterbildungsengagement der Akteure, ihrer Motivation, ihrem Selbstverständnis und ihrer grundsätzlichen Fähigkeit in Bezug auf Vermittlung und Inszenierung. Hinzu kommt die Bereitschaft zur wissenschaftlichen, pädagogischen und logistischen Betreuung seitens der Museen sowie prinzipiell der Umgang mit den Darstellenden. Diskutabel sind dabei u. a. oftmals die Methoden und Quellen der rekonstruierten Darstellungsmittel, der unterschiedliche Grad an interpretativer Freiheit und zugrundeliegender Theorie wie auch eine zielgruppen- und museumsorientierte Vermittlungsform.

     

    Modul Wissenschaft

    In der heutigen Zeit, in der von der Gesellschaft der den Museen zugrunde liegende Bildungsanspruch immer mehr als interaktives Erlebnisangebot eingefordert wird, tritt das museale Objekt zunehmend in den Hintergrund. Dabei müssen sich Vitrinen- wie auch Freilichtmuseen als Lernorte fortwährend die Frage stellen, mit welchen didaktischen Konzepten und pädagogischen Möglichkeiten die Inszenierung ihrer Exponate auf ein breites öffentliches Interesse stoßen kann. Der Kombination von Bildung und Unterhaltung sind dabei durch personelle, zeitliche und finanzielle Rahmenbedingungen (sowie teilweise auch durch Sponsorenwünsche) vielfach enge Grenzen gesetzt. Auch die aus dem angloamerikanischen und skandinavischen Bereich importierte Methode der gelebten Geschichtsdarstellung wird zunehmend mit Skepsis betrachtet, gerade wenn es sich um eine Visualisierung bzw. Präsentation von schriftlosen Kulturen oder Kulturen mit quellenarmer Überlieferung handelt.

    Trotz bzw. gerade wegen der großen Anerkennung von ‚Living History’ bleibt fraglich, mit welchen unterschiedlichen Vermittlungstechniken und Aktionsformen alle potentiellen Besuchergruppen erschlossen werden können, wie eine Banalisierung oder – schlimmer noch – ein Glaubwürdigkeitsproblem der musealen Inhalte und Objekte zu verhindern ist und wie Living History - Gruppen zu einer stimmigen Inszenierung der Vergangenheit beitragen können.

     

    Modul Qualität

    Die Qualität bei der Präsentation von Objekten und Lebenswelten wird in den verschiedenen Interessengruppen, die als VermittlerInnen von Vergangenheit agieren, fortwährend intensiv diskutiert.

    Sind der Darstellung und Präsentation durch finanzielle wie personelle Faktoren oftmals Grenzen gesetzt, so sind diese auch immer vom individuellen Qualitätsanspruch der Vermittelnden abhängig. Um einen gemeinsamen und allgemeingültigen Standard zu definieren, müssen Kriterien und Verfahren gefunden werden, auf deren Grundlage Bewertung, Qualitätssicherung und Selbsteinschätzung in Hinblick auf das vermittelte Bild und rekonstruierte Objekt erfolgen können.

    Transparenz sollte dabei die Basis jeder Vermittlungsform im wissenschaftlichen Kontext sein. Bei Rekonstruktionen können nur durch den gewissenhaften Nachweis der Quellen, sowie durch die Auswertung und Interpretation derselben für alle Interessengruppen zufriedenstellende Leitlinien definiert werden. Im Rahmen dieser Arbeitsgruppe wollen wir versuchen, Impulse für einen Informationsaustausch und die Kommunikation zwischen WissenschaftlerInnen, DarstellerInnen und RezipientInnen zu geben, um gemeinsam Grundsätze für qualitativ hochwertige Geschichtsdarstellung zu formulieren.

     

    Modul Gesellschaft

    Living History hat sich in den letzten Jahren zu einem bildgewaltigen Bestandteil der musealen aber vor allem auch medialen Landschaft entwickelt. So treten Darstellergruppen – abhängig von ihrer jeweiligen thematischen Spezialisierung – in Museen, Themenparks und Fernsehen wie auch bei kommunalen Anlässen auf, um Vergangenheit erlebnisnah zu visualisieren. Die enorme Nachfrage ist dabei nicht als Aufforderung zu einer möglichst allgemein gehaltenen und damit gut vermarktbaren Präsentation zu verstehen. Bei der Veranschaulichung historischer Lebensverhältnisse sollten Bildungsanspruch und damit die historisch exakte Überlieferung im Vordergrund stehen, um sowohl den Erwartungen von KonsumentInnen als auch von AkteurInnen und AuftraggeberInnen zu entsprechen.

    Anders als im angelsächsischen oder skandinavischen Bereich ist nicht nur der traditionelle Ursprung, sondern vielmehr die wissenschaftliche Rekonstruktion von Gegenständen sowie die allgemeine Rezeption bestimmter Symbole ein – gerade in Deutschland – diffiziles Problem. Besonders die Frage nach der Instrumentalisierung von Geschichtsdarstellung zur Verbreitung bestimmter politischer, gesellschaftlicher oder religiöser Ideologien rückte in den letzten Monaten vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit und bedarf mehr denn je einer sachlichen Diskussion. Gerade bildgewaltigen und erlebnisnahen Inszenierungen wie Living History kommt dahingehend eine besondere Bedeutung zu, bei der Interpretation und Rekonstruktion deutlich getrennt werden muss.

    In diesem Modul sollen nicht nur die spezifischen Formen und Intentionen von Living History im internationalen Vergleich kritisch thematisiert werden, sondern darüber hinaus die Erwartung der KonsumentInnen sowie die verantwortungsvolle Vermarktung von Geschichtsdarstellung.

     

    Zu dieser Tagung wurde 2011 eine Publikation vom DASV e.V. herausgegeben:

    Vermittlung von Vergangenheit. Gelebte Geschichte als Dialog von Wissenschaft, Darstellung und Rezeption.

    Diese ist beim BAG-Verlag für 16,50 € erschienen. Für Mitglieder gibt es auch einen ermäßigten Preis (11,70 €).

  • Zürich 2018

    Die TMA findet vom 06.04.2018-08.04.2018 in Zürich statt. Alle Informationen findet ihr hier

     

  • Hamburg 2012

    Vom 23.11.2012 bis 25.11.2012 fand in Hamburg die erste transnationale Tagung zum Thema Aktuelle Themen und Forschungstendenzen in archäologischen Abschlussarbeiten statt, die der Regionalverband Nord des Dachverbandes Archäologischer Studierendenvertretungen e.V. (DASV) ausgerichtet hat.

    Das Anliegen der Tagung war es, Absolventen (Bachelor, Master, Magister) aller archäologischen Disziplinen ein Forum zu schaffen, in dem sie ihre Abschlussarbeiten vor einem größeren Publikum aus Studierenden und etablierten Fachwissenschaftlern vorstellen und diskutieren können. Darüber hinaus diente die Veranstaltung dem Ziel, miteinander ins Gespräch zu kommen und Ansätze und Forschungstendenzen aus den anderen archäologischen Disziplinen kennenzulernen. Die Ausrichtung der Tagung orientierte sich an der Notwendigkeit einer internationalen Vernetzung in der Archäologie in Anbetracht des Zurücktretens der Bedeutung nationaler Grenzen in der Wissenschaft und insbesondere den archäologischen Disziplinen.

    Da sich im Zuge der Bolognareform auch die Anforderungen an die Absolventen der Archäologie gewandelt haben, verstehen wir es als unbedingte Notwendigkeit, den Absolventen eines bislang nicht vollständig in der etablierten Wissenschaft anerkannten Abschlusses die Möglichkeit zu geben, gemeinsam Perspektiven für die Zukunft im Fach zu entwickeln und damit strukturellen Mängeln der Studienreform entgegenzuwirken.

     

    Vorträge:

    • Daniel Dybowski (Milwaukee, USA) - The analytical limits of 19th century lithic collections in identifying variation and lithic variability in thirteen French Paleolithic assemblages from the Milwaukee Public Museum
    • Katrine Frydendal Nielsen (Arhus, Danmark) -Early Mesolithic burials from the area of Baltic Sea
    • Daniel Groß (Schleswig, Germany) - The early Neolithic occupations of Hamburg Boberg 12
    • Rachel Hopkins (Oxford, UK) - The Neolithic bark containers from the Lake-Dwelling sites at lake Biel, County Bern, Switzerland
    • Hannah Schmitt (Münster, Germany) - Stone Working in Hittite Architecture
    • Martin Uildirks (Leiden, Netherlands) - Archaeological perspectives on the developement of writing systems: Egypt
    • Rabea Reimann (Göttingen, Germany) - Closed Vessels from Schedia, Alexandria's harbour at the Canopic Branch
    • Simone Weise (Bonn, Germany) - Trade and cultural exchange in Central Europe during the Pre-Roman Iron Age
    • Maria Alexandrou - Eastern Mediterranean: The Maritime trade during classical period
    • Torsten Bendschus (Rostock, Germany) - The self representation of the kings of Cappadocia, Pontus and Commangene in late Hellenism and early Principate
    • Camilla Lundgren (Marburg, Germany) - The Palace of Galerius in Thessaloniki
    • Axel Frejmann (Uppsala, Sweden) - Religious continuty through space, four phase in the history of Labraunda
    • Marcel Dallinger (leipzig, Germany) - Hygiene in Roman Settlements - Researches on Rome, Pergamum and Pompeii
    • Katharina Möller (Göttingen, Germany) - The Late-Slavic cemetry of Guestritz, Landkreis Luechow-Dannenberg
    • Jesper Landkilde (Copenhagen, Denmark) - Posterpräsentation: Pottery and social topography in the medieval town of Naestved, Denmark

Home

Der Verein

Impressum

Datenschutz